Ein herrlicher Deutschpunk-Abend steht uns heute ins Haus. Wir blicken zuerst nach Düsseldorf: Dorther kommen die Mofapunks von Oiro, die bereits auf ihrem letzten Album "Coole Narben" ihren Schlagzeuger gegen Roland, den grauen, antifaschistischen Schlagzeug-Bot ausgetauscht, was ihrem Sound eine wunderbar postpunkige Underground-NDW-Note verleiht. Nun haben sie ihn haben mit nach Duisburg genommen, ihn spielen lassen und darüber ihr „eigenes Zeug“ gelegt. Et voilà, herausgekommen ist ihr neues Album „Zweite Kasse bitte“; eine Hommage an die kryptisch-gute Einkaufssituation in Düsseldorf-Wersten, eine Ode an in Schutt und Asche gehauene Hochkultur, ein Abgesang auf alle Luxuslovers da draußen. Es ist wie immer ganz toll geworden, das!
Dem Lauf der Düssel zum Rhein gefolgt, und dann bisschen flussaufwärts geschaut, kommen wir, ihr ahnt es: in Wiesbaden raus. Von dort, was, je nach Perspektive auch: von hier heißt, kommen Front, die seit über 20 Jahren hervorragend sperrigen, kantigen, schnörkellosen Deutschpunk zelebrieren - von den 80er Jahren inspiriert, aber nicht darin zurückgeblieben. Schnoddrig-minimalistische Songs, Trash an der Schnittstelle von New Wave und Punk mit klugen deutschen Texten im Hier und Jetzt.
Zuletzt hatten wir die beiden Bands zusammen mit Chefdenker bei uns im Haus, es geht auch ohne. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen und sagen: Willkommen zurück jedenfalls!
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.