Franz Bibiza ist durch und durch Wiener, nicht wenige halten ihn sogar für den Falco unserer Zeit, und doch geht er seinen ganz eigenen Weg - und zwar in Richtung Erfolg, worin er dann doch wieder an Falco erinnert.
"Bibiza ist ein Musiker", informierte sein früheres Booking schon schön minimalistisch über ihren Künstler. "Geboren in Wien, aufgewachsen in Wien." Damit kennen wir zwar die allerwichtigsten Eckdaten, natürlich gibt es aber schon ein bisschen mehr zu erzählen über den Mann, der seit Anfang der 2020er Jahre die Rap-Szene der österreichischen Hauptstadt aufmischte und schon bald seinen Fame weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus ausdehnen sollte.
Geboren 1999 in, wissen wir bereits, Wien, verlebt Franz Bibiza dort, was er selbst "eine relativ nice Kindheit" nennt.
Im Mai 2023 erschien sein zu diesem Zeitpunkt schon - man muss es so sagen - sehnsüchtig erwartetes Debütalbum "Wiener Schickeria", Ende 2024 das Werk "bis einer weint", vor einer Weile eine Kollabo-Single mit dem Star zur Zeit, Ikkimel.
Doch auch davor war schon klar, dass der Mann zwischen Rock'n'Roll-Gegniedel, Rap mit Akustikgitarre, Trap, Chic-Bässen und Wiener Liedern, zwischen niederschmetternden und himmelhoch sich weitenden Hymnen etwas ganz Besonderem auf der Spur war und weiterhin ist. Man muss es wirklich hören, um es zu checken. Er selbst gab neulich zu Protokoll, dass Bibiza, als Kunstfigur ohne Vorname so etwas "wie eine angesoffene, extrovertierte Version seiner selbst als Franz" sei.
Auch das ist wieder so eine arschcoole und bescheidene Aussage, die wir unbedingt so glauben und stehen lassen wollen. Auch gut zu wissen: Ende Juli erscheint sein neustes Album „Rocknrollst★r“ - und wir fragen uns eigentlich nur noch, ob es wohl einen Komperativ von leiwand gibt.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.