Eigentlich heißt sie Helena Niederstraßer, hat Jazz studiert und spielt Schlagzeug. Ihre Texte schreibt sie auf Deutsch und Englisch. Und sie hat eine unvergleichliche Stimme, „die knistert, knackelt – als läge in der Kehle die Seele eines 50-jährigen Türstehers“. So hat es ein Pressetext mal treffend beschrieben. Sie hat als Schlagzeugerin in diversen Bands(wie Cosma Joy, Tiger Tiger, den Bridgetones, Wildes und Ennio) gleichzeitig gespielt und schon als Teenagerin Straßenmusik gemacht – bevorzugt nachts. Songs schreiben, das sei für sie pure Selbsttherapie, sagt sie. Ohne Rücksicht auf Erwartungshaltungen anderer gibt sie sich der Musik hin und macht seit einiger Zeit unter dem Moniker Vandalisbin, ein Kofferwort aus Vandalismus und Lesbian, verjazzten, verrauchten, queeren Indie-Pop mit jeder Menge Soul, der sie deutlich aus der hiesigen Musiklandschaft emporhebt. Nun kündigt sie mit der „WanderlesbenTour 2026“ neue Konzerte an. Der Titel wird dabei zum Statement. Ein selbstbestimmtes Unterwegssein, das sich Raum nimmt, statt ihn zu suchen. Getragen von Songs zwischen Wut, Zärtlichkeit und radikaler Ehrlichkeit, die sich insbesondere auch live zu intensiven und ungeschönten Erlebnissen verdichten.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.