Der KulturCampus Wiesbaden ist eine Vision: Soziokulturelle Stadtentwicklung. Bestehendes fortsetzen. Stadt neu denken. Zukunft eröffnen. Sinn stiften.
Die Fläche am Kulturpark, zwischen Murnaustraße und Mainzer Straße, ist eine der Flächen, die mit Blick auf die Zukunft einer nachhaltigen Weiterentwicklung bedarf und deren ansässige Institutionen und Nutzer*innen von einer solchen profitieren können. Kultur wird in Zukunft im städtischen Leben - nicht nur in Wiesbaden - eine deutlich größere Bedeutung einnehmen. Die momentanen Leerstände in der Innenstadt sind eindeutiger Indikator hierfür. Das bedeutet, die Konzepte zur Stadtentwicklung müssen der Kultur einen größeren Anteil zuweisen.
Die Wiesbadener Kulturbetriebe Kreativfabrik - inklusive Skatehalle - und das Kontext brauchen eine langfristige, tragfähige Perspektive in die Zukunft. Darüber hinaus fehlt der Stadt Wiesbaden eine Halle für 800 Personen, die von Schlachthof und anderen Veranstalter*innen bespielt werden kann. Eine zusätzliche Veranstaltungshalle könnte zur Diversifizierung und Erweiterung des Veranstaltungsangebotes in Wiesbaden führen.
Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die aufgeführten Aspekte zusammenzuführen und in dem Projekt KulturCampus zu vereinen. Es wäre die logische Folge der bisherigen intuitiv gewachsenen Stadtentwicklung im Stadtteil Süd-Ost auf dem ehemaligen Gelände des städtischen Schlachthofs.
Von der Industriebrache > zum Kulturzentrum > zum KulturPark > zum KulturCampus.
Der KulturCampus führt drei Bedarfe unter einem Dach zusammen:
Kultur
Stadtentwicklung
Zukunft
Es entsteht Raum für Kreativität, Leben, Gemeinschaft und auch Wirtschaft.
Was ebenfalls entstehen wird: Vieles, was nicht geplant und nicht beabsichtigt ist: „Frei-Raum“.
Denn: Ein KulturCampus mit Platz für Ateliers, Proberäume, Skatehalle, multifunktionale Veranstaltungsräume und kulturelle Aktivitäten, ein Rock’n’Roll-Hotel und das Europäische Hip-Hop-Museum ist Katalysator für kulturelle Teilhabe und städtischer Identifikation.
Bereits im Vorfeld erhält das gemeinsame Projekt von Schlachthof Wiesbaden, Kreativfabrik, Skatehalle und Kontext große Unterstützung seitens der Politik.
Zudem ist es Teil des World Design Capital 2026, wird gefördert durch das Programm „ÜBERMORGEN“ der Kulturstiftung des Bundes, aus Mitteln der „Förderung der Attraktivität und Nachhaltigkeit der Innenstädte“ sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Wir sind davon überzeugt: Der KulturCampus bietet Wiesbaden die Chance, einen neuen Impuls zu setzen für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt. Perspektiven für die Kultur sind auch Perspektiven für das urbane Leben, den Hochschulstandort, für das kreative Millieu, den Wirtschaftsstandort und für den Charakter der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Für Dich. Für uns. Für Wiesbaden.
Hast du noch Fragen, Anregungen oder willst dich einbringen? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf.
info (at) kulturcampus-wiesbaden.de oder folge uns auf Instagram.
Die Kreativfabrik Wiesbaden (KREA) ist seit über 20 Jahren ein zentraler Kulturort im Kulturpark auf dem ehemaligen Schlachthofgelände. Sie nutzt das letzte noch bestehende Industriegebäude für Konzerte, Veranstaltungen und Begegnungen und versteht sich als selbstorganisierter Freiraum für Sub-, Sozio- und Jugendkultur.
Seit 2018 engagiert sich die KREA für die kulturelle Zukunft des Areals, insbesondere im Kontext eines möglichen Kulturcampus. Unser Ziel dabei ist eine Weiterentwicklung, die bestehende Angebote erhält und erweitert: unser Veranstaltungsraum soll in seiner jetzigen Größe ersetzt, ein kleinerer Veranstaltungsraum sowie Seminar- und Besprechungsräume geschaffen werden. Besonders wichtig ist uns der Ausbau von Proberäumen, da der Bedarf das aktuelle Angebot auf dem Gelände und darüber hinaus bei weitem übersteigt. Ebenso werden Ateliers und Werkstätten für künstlerische Arbeit benötigt, die in unserer Stadt generell viel zu kurz kommen - insbesondere, wenn wir uns das Leben der freien bildenden Künste in unseren Nachbarstädten anschauen. Wichtig ist uns dabei, dass unsere Veranstaltungen sowie auch die Arbeitsräume bezahlbar und niedrigschwellig zugänglich sind und bleiben.
Ein Neubau würde außerdem energieeffizient und barrierefrei gestaltet werden, was mit dem bestehenden Gebäude aktuell leider nicht umzusetzen ist. Auch der Außenbereich soll als offener Begegnungsort mit mehr Grünflächen sowie Möglichkeiten zum Sprühen und Skaten gestaltet werden. Die Parkflächen, die das Gelände aktuell prägen, sollten in eine Tiefgarage verlegt werden, um mehr Fläche zur kulturellen Nutzung freizugeben.
Entscheidend ist für uns, dass die KREA inklusive Skatehalle und Vogeltränke dauerhaft im Kulturpark verankert bleibt, selbstständig agieren kann und in alle Planungen eingebunden ist. Wir sehen unsere Arbeit nicht als Intermezzo, sondern wollen die Weichen setzen für einen Freiraum, der für immer bestehen bleibt. Wir unterstützen deshalb jede Idee, die unsere Zukunft im Kulturpark dauerhaft sichert und soziokulturelle Nutzungen klar in den Vordergrund stellt.
Die Skatehalle ist eine seit nun mehr als zwei Jahrzehnten existierende, gemeinnützige Institution, die aus der Skateboard Szene des Rhein-Main Gebietes nicht mehr wegzudenken ist. Ihr Angebot ist niedrigschwellig und inklusiv, was sich in der Preispolitik der Angebote und in den unterschiedlichen Angeboten selbst widerspiegelt. Die Skatehalle ist dabei weit mehr als eine reine Sportstätte. Als sozialer Raum und Treffpunkt ermöglicht sie Begegnung, Bewegung und Teilhabe unabhängig von Einkommen, Leistungsniveau, Geschlecht, Alter oder körperlichen Voraussetzungen. Hier kommen Menschen zusammen, die auf unterschiedlichsten Skill Levels die Gemeinsamkeit der Liebe zum Skateboarding und anderen Rollsportarten teilen.
Im Rahmen einer zukünftigen Entwicklung des Geländes sehen wir für die Skatehalle einen klaren Bedarf und die Chance auf Zugewinn an Nutzungsfläche. Die bestehenden räumlichen Kapazitäten bieten bereits heute und langfristig nicht ausreichend Raum für die Nachfrage an Nutzungsmöglichkeiten. Ein Flächenzuwachs würde es ermöglichen, verschiedene Nutzungen besser zu strukturieren, parallel unterschiedliche Angebote umzusetzen und neue sportliche, pädagogische und szenenorientierte Formate zu entwickeln. Dadurch könnten bestehende Angebote ausgebaut und neue Zugänge geschaffen werden, ohne zeitgleich einzelne Nutzer:innengruppen einzuschränken. Eine Erweiterung der Skatehalle bietet zudem die Möglichkeit, sie funktional weiterzuentwickeln und an zeitgemäße Standards anzupassen.
Aufenthalts- und Zuschauer*innenbereiche, wie auch Arbeitsbereiche für das Team der Skatehalle könnten neu gedacht werden. Auch der Außenbereich im unmittelbaren Umfeld zur Skatehalle kann denkbar mit in die Planungen der zukünftigen Entwicklung von Nutzungsflächen einbezogen werden, sodass der Standort wetterunabhänig für unterschiedliche Nutzer:innengruppen der Rollsportszene ganzjährig nutzbar wäre.
Die Skatehalle Wiesbaden leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Jugend- und Soziokultur in Wiesbaden und in der gesamten Region. Eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung bietet die Chance, diesen Beitrag langfristig zu sichern, auszubauen und unter inklusiven, barrierefreien und nachhaltigen Bedingungen fortzuführen.
Wiesbaden wird Europas Zentrum für Hip-Hop-Kultur.
Mit dem Europäischen Hip-Hop-Museum entsteht in Wiesbaden ein Leuchtturmprojekt für urbane Kultur, Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung. Auf dem Kulturcampus am Schlachthof trifft authentische Geschichte auf visionäre Zukunft: Hier, wo mit den Wall Street Meetings (1997–2001) das globale Netzwerk Meeting of Styles seinen Ursprung nahm, wird der nächste Meilenstein gesetzt.
Warum Wiesbaden?
Weil hier aus Subkultur Kulturpolitik wird. Weil Hip-Hop längst europäische Gegenwart ist – und eine kreative Zukunft formt. Wiesbaden verbindet Vergangenheit und Potenzial wie kein zweiter Ort.
Das Museum ist mehr als Archiv:
Es ist Labor, Bühne, Denkraum, Treffpunkt. Es zeigt, wie Musik, Graffiti, Tanz und Sprache Lebenswelten prägen – und welche Kraft sie haben, Städte zu verändern.
Unsere Wirkung:
Europäisches Netzwerk: Knotenpunkt internationaler Künstler*innen und Szenen
Stadtwandel: Kreative Belebung und Profilierung der Stadt
Innovation & Bildung: Workshops, Labs, kreative Formate für alle Altersgruppen
Wirtschaftsfaktor: Tourismus, Standortmarketing, kreative Jobs
Ein Ort der Vielfalt, Teilhabe und Zukunft.
Wiesbaden positioniert sich mit dem Europäischen Hip-Hop-Museum an der Spitze einer Bewegung, die Kultur als urbanen Möglichkeitsraum versteht – zugänglich, laut, lebendig.
Welcome to the future. Made in Wiesbaden.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.