Groß war die Freude bei vielen als Jupiter Jones, die Indierocker aus der Eifel, nach einigen Jahren des Struggles und der Absenz zuletzt wieder Musik veröffentlichten und Konzerte spielten. Nun geht es weiter und Jupiter Jones beehren uns erneut mit einem neuen Album, das den sprechenden Titel „Ich trag den Sarg, du trägst was Buntes“ trägt.
Und weil das alles, also das Jetzt und Hier, die Welt und auch die Musik so niederschmetternd, aber auch schön und richtig und heilsam ist, zitieren wir ausnahmsweise einmal längere Passagen aus dem Infozettel. Achtung, es wird bisschen emotional:
„SAME SAME, BUT DIFFERENT.
Also, anders im Sinne von: Die Welt funktioniert auch heute noch nicht, wahrscheinlich noch viel weniger und Gründe zur Verzweiflung gibt’s vom Augen auf bis zum Augen zu, aber da kann die Musik ja nix für!
Also lass mal auf einander und uns selbst achten, lass die Energie nutzen, egal wo sie herkommt und wo sie hinmöchte und lass gleichzeitig auch einsehen, dass wir das jetzt wirklich schon lang genug machen, um ne ganz klare Meinung und ne ganz klare Haltung zu haben: Zur Musik und zur Welt! (…)
Die Frage ist halt immer nur, mit welcher Selbstverständlichkeit an ein solches Projekt geht. Und so wurden - ein bisschen im guten Wissen, dass Kalkül bei dieser Band eh noch nie funktioniert hat - ein Album geschrieben, dass von Herzen menschlich und politisch, tanz- und weinbar und Pop und Punk und alles mögliche ist. (Nur kein Poppunk. Keine halben Sachen.)
Es wurden, zum ersten mal in der Geschichte der Band, deutlich mehr Songs geschrieben, als so ein Album eigentlich braucht. Einmal, weil’s halt einfach ging. Also, es ging nicht einfach, das war schon ein Haufen Arbeit… Aber die Ideen waren da, der Drang, die Not, der Bock!
ICH TRAG DEN SARG, DU TRÄGST WAS BUNTES
So heißt das Werk nun. Ein Ding voll den Umständen trotzender Lebensfreude, das gerne unterhalten möchte, aber nicht um jeden Preis. So rund und eckig zugleich, wie’s der Titel verspricht. Es ist wohl das konsequenteste JJ-Album seit dem allerersten. Nicht, weil’s so klingen will, dafür lagen dazwischen paarundzwanzig Jahre zu viel. Aber weil’s macht, was es möchte. Weil’s von irgendwo ganz innen kommt, da wo man ganz gerne mal den Geist entrümpelt. Es ist ein Konvolut von allem, was Jupiter Jones schon immer ausgemacht hat, und es musste so. Für Sascha und Nicholas ist es ein guter Grund, zufrieden ins Bett zu gehen. Zumindest zufrieden mit der Musik. Das mit der Welt wird ein andermal geklärt.“
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.