Smile liefern Punk, Noise und beatgetriebene Stories aus einer ziemlich rauen Wirklichkeit. Tiermasken, dicker Eyeliner, Netzstrümpfe und schockierend grelles Pink gehören ebenso dazu wie Gitarren, die wie Sirenen aufheulen. Kein Filter, kein Zurück: Bist du erst mal drin, bist du drin – wie in einer Geheimgesellschaft, die sich auf Oldschool-, DIY- und Punk-Werte eingeschworen hat und bei der Befreiung und Gemeinschaft an erster Stelle stehen.
Anders gesagt: Smile laden uns in ihre Welt ein: unterhaken, Masken fallen lassen, sich verwandeln, loslassen. „What spaces are built for emotion these days?”, fragen sie. Und lassen die Frage erst einmal unbeantwortet.
Sicher ist: Die fünf um Sängerin und Texterin Rubee Fegan aus Albuquerque haben sich in der DIY-Punkszene von Köln kennengelernt und während der pandemiebedingten Leerlaufzeiten angefangen, gemeinsam Musik zu machen. Für sie bedeutet Musik vor allem: raus aus den Bildschirmen, rein in echte Räume. „In der DIY-Szene geht es darum, mit deinen Freunden Musik zu machen – einen Ort zu schaffen, an dem alle mitmachen können“, sagt Max, der Bassist der Band.
Anti-Establishment, Anti-Marketing: Bei Smile zählt Musik mehr als Content: „Wenn wir keine Klicks bekommen, machen wir wahrscheinlich gerade etwas Interessantes“, sagen sie. Nun kehren sie mit ihrem zweiten Album „Gun-Shy“ zurück zu uns, das abermals bei unseren Wiener Freunden von Siluh Records erscheint.
Fun fact: 2022 eröffneten sie noch für Fontaines D.C. bei uns. Die einen spielen nun Stadien, die anderen wieder bei uns. Das könnte auch etwas mit ihrer Haltung zu tun haben.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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