Punkrock als Versprechen von kindischem Nihilismus, schlechtem Benehmen und verdammt viel Spaß: The Good The Bad And The Zugly, kurz GBZ, haben nie so getan, als wollten sie die Welt retten. Stattdessen tragen die Norweger seit Jahren schwarzen Humor, dreckige Riffs und die ungebremste Energie des Osloer Punkrocks durch die Clubs. Nach sechs Studioalben und mehr als einem Jahrzehnt berüchtigter Liveshows ist die Band zwar unweigerlich im mittleren Alter angekommen - leiser oder vernünftiger ist sie deshalb noch lange nicht geworden. Im April 2027 kommen The Good The Bad And The Zugly für sieben Konzerte nach Deutschland.
Ihre musikalischen Wurzeln liegen im Osloer Punk der 90er-Jahre. Einst als dessen „bastard child“ gestartet, traten GBZ in die Fußstapfen von Bands wie Turbonegro, Gluecifer und Anal Babes und führten deren Mischung aus Punkrock, Provokation und anarchischem Spaß mit reichlich eigener Persönlichkeit fort. Inzwischen liefern statt jugendlichem Übermut das Älterwerden und die Absurditäten des Erwachsenenlebens reichlich neues Material. Ehe, Hypotheken, körperlicher Verfall und männliche Unsicherheiten werden dabei ebenso genüsslich auseinandergenommen wie gesellschaftliche Erwartungen. Aus der Midlife-Crisis machen GBZ keine Tragödie, sondern Treibstoff für ihren Punkrock.
THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.