Nie dürfte populäre Musik eine zerstörerische Wirkung entfaltet haben als bei diesen Finnen. Humppa, Schlachtruf ebenso wie Bezeichnung eines Verfahrens zur Unkenntlichmachung anderer Leute geistigen Eigentums, ist nicht nur ein Musikstil, eine Art finnische Pola, sondern eine Lebenseinstellung. Solide betrunkene Musiker vergreifen sich ausschließlich an Fremdkompositionen, egal welcher Couleur. Zu ihrem Bühnen-Instrumentarium gehören neben Bass, Akkordeon, Schlagzeug und Keyboard übrigens Kettensäge, Ninja-Stern, Schrotflinte und Schlagstock. Das beliebteste Spiel bei den Live-Shows der Finnen lautet :„Wie heißt denn jetzt dieser verdammte Song im Original?“ Kleine Nachhilfe: „Enter Sandman“ heißt „Soramonttuhumppa“ und „Macarena“ „Panojenkka.“ „Humppa Hallelujaa“ dürfte jede*r Hörer*in allerdings auf Anhieb richtig zuordnen können!
Selten hat eine Band einen einzigen Witz so grandios überdehnt –i hr erster Deutschland-Auftritt fand vor über 30 Jahren statt – am 2. März 1996 im Juz Rostock. Im 34. Jahr ihres Bestehens bringen Eläkeläiset nun mit „Der Humppagenerator 2027“ ihre einzigartige Mischung aus Humppa und Chaos zurück auf die Bühnen Deutschlands. Und machen dabei auch erneut bei uns Station.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.