Er ist gebürtiger Aachener, Kaffeeliebhaber, in der deutschen Musik-Landschaft zuhause und spricht in seinen Texten offen über Selbstzweifel und Ängste. Er spielt mit der Sprache, als wäre sie ein Zauberwürfel, den es nur zu lösen gilt. Erscheinen die Themen noch so schwer und erdrückend, Haller schafft es, sie mit der nötigen Leichtigkeit zu präsentieren. Seine Liebe für Prince wiederum hat er wohl von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen, genau wie seine erste Gitarre.
Aber wir schweifen ab: Vor ziemlich genau zwei Jahren beehrte er uns zuletzt, nun kehrt er mit seinem weiterhin jüngsten Album „Akadamie der Ängste“ zurück zu uns, einem Werk, das die stets griffbereite Gitarre auch mal zugunsten elektronischer Klangerzeuger zurückstellt. So oder so aber sind es seine gnadenlos guten Lyrics voller Melancholie und Philosophie, die hier die Musik machen. Im Titelsong „Akademie der Ängste“ geht es um Kopfkino und Versagensangst. Ein Gefühl, das vermutlich viele nachempfinden können: „Ich geh‘ auf die Akademie der Ängste / Alle, die ich kenne, hab’n hier schon studiert“. Wir würden prophezeien, dass er bereits einiges neues Material in der Schublade hat, das er heute zum Besten geben wird.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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