Was eine Freude, letztes Jahr zu lesen, dass Kylesa aus Savannah, Georgia, ihre zehn Jahre währende Pause beendeten und auch wieder live auftreten würden. Nach einigen ausgewählten Shows, beginnend beim Roadburn Festival 2025, kommen sie, die von nicht wenigen als die legitimen Nachfolger von Neurosis UND Pink Floyd gleichzeitg bezeichnet werden, nun sogar zurück nach Europa, um ihren Sinn fürs Grobe, laut, brachial und hypnotisch zugleich, auch hier zu Gehör zu bringen. Herrlicher Sludge-Metal-Crust-Punk-Psychedelic-Hardcore-Doom, dass es nur so eine Art hat. Angeführt werden sie auch heuer vom Gitarren- und Gesangsduo Laura Pleasants und Phillip Cope - und haben eine jetzt schon legendäre neuen Rhythmusgruppe im Schlepptau, namentlich Roy Mayorga (Nausea, Soulfly, Stone Sour, Ministry, Jerry Cantrell) und John John Jesse (Nausea, Morning Glory).
Ah, btw., hätten Sie's gewusst? "Man spricht es einfach 'Keilessa' aus, irgendwie tun sich die Europäer damit schwer. KYLESA ist an den buddhistischen Begriff 'Kilesa Mara' angelehnt, das heißt soviel wie 'Dämonen der Schändung' und beinhaltet alles, was dich davon abhält, den Zustand des Nirwanas oder der Erleuchtung zu erreichen, also Neid, Verwässerung oder Aversion. Diese düstere Bedeutung hat uns gefallen. Alle anderen coolen Bandnamen waren außerdem schon vergeben", erzählten Kylesa vor einer Weile im Ox-Interview. Nach der langen Pause darf man auch das noch einmal erwähnen. Gern geschehen!
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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