Susanne Siegert plädiert in ihrem Buch für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration. Diese soll anstelle der „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern treten. Siegert stellt weniger bekannte NS-Verbrechen in den Mittelpunkt des Gedenkens, um weniger bekannte Orte und bisher vernachlässigte Opfergruppen hervorzuheben.
Susanne Siegert ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Als @keine.erinnerungskultur klärt sie über den Holocaust auf. Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis.
Anmeldung erbeten unter [email protected]
Die Veranstaltung ist ein Beitrag zur Reihe WIR in Wiesbaden 2026 gemeinsam mit dem Stadtarchiv der Landeshaptstadt Wiesbaden, Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e.V. und dem Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V. und wird gefördert vom Bundesprogramm "Demokratie Leben".
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.