Imperial Triumphant seien "ein Gesamtkunstwerk, das nicht nur die Musik, sondern auch ihr geheimnisvolles Styling mit stacheligen Metallmasken umfasst", schrieb unlängt das Ox Magazon anlässlich der Veröffentlichung von "Goldstar", dem jüngsten Album des New Yorker Experimental – ja, was eigentlich? - Avantgarde/Jazz/Black/Death Metal-Trios.
Und es ist ja tatsächlich so, dass man den enigmatischen, außerweltlichen, manchmal eklektischen Stil der Band kaum in Worten zu fassen bekommt, ein Stil, der neben den bereits erwähnten Einflüssen auch noch Math Rock, Noise- vielleicht sogar Zeuhl-Beimengungen enthält und auch vor einem südamerikanischen Rhythmus, einem Fretless-Bass-Solo oder bombastischen Bläser-Arrangement nicht zurückschreckt. Wir sind ganz verliebt in diese Band. Bereits anlässlich ihres letzten Konzertes bei uns schrieben wir, dass vielleicht würde Miles Davies heute so klingen, wenn er als Metalhead groß geworden wäre. Vielleicht würde auch ein Film von David Lynch so klingen, wenn er kein Film, sondern eine Experimental-Metal-Platte wäre – und Humor hätte. Far out, komplex, intensiv, exzentrisch, beklemmend. Kurz: Zum Niederknien.
Den Abend eröffnen KNOLL aus Nashville mit ihrem Funeral-Grindcore - und nicht zuletzt ihrem jüngsten Album „As Spoken“, einem "dark and hellish soundscape that furiously explores the extent to which they can take extreme metal", wie Everything Is Noise zur Veröffentlichung vollkommen zurecht geschrieben hat. Und das man sich wie einen Horrorfilm-Score am besten am Stück direkt hier reinziehen sollte zur Vorbereitung.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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