Wiesbadener Erstaufführung: „Für immer 16“ von Brezel Göring erzählt die Geschichte von Charlotte, Helena und Oskar, die sich nach langer Zeit wieder treffen und gemeinsam in den Urlaub fahren. Charlotte ist reich, sie hat als Schauspielerin Karriere gemacht und sie lädt Helena und Oskar ein, die bitterarm sind. Die drei waren früher die Experimentalfilmgruppe „Für immer 16“ und hatten sich heillos zerstritten. Im Urlaub brechen Neid und Eifersucht erneut aus und nehmen sogar an Schärfe zu, als Rudolph in ihr Leben tritt. Sie beschließen – wie früher – einen Undergroundfilm zu drehen: Demenzia, eine männermordende Serienkillerin, soll unentwegt Typen umbringen, die allesamt von Rudolph gespielt werden.
Der Film beruht auf dem Roman „Lebenslänglich vierzehn“ von Françoise Cactus, der 2024 postum im Ventilverlag veröffentlicht wurde, und den ihr langjähriger Partner Brezel Göring nun filmisch umgesetzt hat. 1993 bereits hatten die beiden die Band Stereo Total gegründet, die einen einzigartigen, minimalistischen Mix aus Elektropop, Punk und Chanson anrührte, so komisch, so tragisch und so voller Leben, dass es nur so eine Art hatte und nicht zuletzt von dem charmanten französischen Akzent ihrer Sängerin geprägt war. Francoise starb im Februar 2021 in ihrer Wahlheimat Berlin an Brustkrebs. Mit diesem Film setzt Brezel Göring ihr ein weiteres Denkmal.
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