Radikal, klug, komplex: Die Performances von Kabeaushé sind ein lustvolles, manchmal im besten Sinne überforderndes, immer aber wahnsinnig tanzbares und großes Spiel. Der aus Nairobi stammende und in Berlin lebende Sänger, Rapper und Produzent erzeugt in seinen Stücken einen mitreißenden Sog aus Stilen und Referenzen, die von französischer Barockmusik und Soundtracks, von Rock und Funk, HipHop und Pop, Orient und Okzident gleichermaßen informiert sind. Prince meets Bollywood, Tyler The Creator meets Warp Weirdness, wenn man so will. Und vieles mehr.
Alles zusammen irritiert und ergibt zugleich Sinn, wenn er verschiedenste Einflüsse aus Musik, Film und Malerei in seinem extravaganten popkulturellen Gesamtkunstwerk eskalieren lässt. „Es soll ein wenig in den Ohren beißen‟, sagt Kabeaushé. Warmherzig im Gespräch, durchaus wütend auf der Bühne, lotet er Vorstellungen von Schönheit, Schmerz und Identität so weit wie möglich aus und dehnt dabei Grenzen genauso wie Titel seines neuen zweiten Albums „KABEAUSHÉ PRESENTS: IGGY SWAGGERING UNGRATEFUL INCESSANT LITTLE PEEEAAAAAAA” mit dem er uns heute besuchen wird.
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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