Öffentliche Orte sind für viele Jüdinnen und Juden in der jüngsten Vergangenheit verstärkt zu Räumen der Verunsicherung geworden. Das betrifft Hochschulen ebenso wie Clubs, Kulturorte oder politische Veranstaltungen. Neben offenem Antisemitismus und Gewaltfantasien prägen dabei auch Erfahrungen des Wegsehens, Relativierens und Schweigens das gesellschaftliche Klima.
Das Podiumsgespräch nimmt jüdische Erfahrungen in Hochschule und Kultur in den Blick. Mit Marina Chernivsky, Evelyn Deller, Laura Cazés und Anke Schu diskutieren wir u.a.: Wie verändern Antisemitismuserfahrungen das Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit? Welche Erwartungen und Fremdzuschreibungen richten sich an jüdische Stimmen? Warum finden manche Erfahrungen Gehör, während andere relativiert oder übergangen werden? Welche Verantwortung tragen Hochschulen und Kulturinstitutionen im Umgang mit Antisemitismus? Und was braucht es, damit jüdisches Leben in diesen Räumen sichtbar, selbstbestimmt und selbstverständlich stattfinden kann?
Auf dem Panel diskutieren:
Laura Cazès / Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland
Maria Chernivsky / Kompetenzzentrum für Antisemitische Bildungund Forschung / Beratungsstelle OFEK e.V.
Evelyn Deller / Stellvertretdende des Jüdischen Studienverbandes Nordrhein-Westfalen
Anke Schu / Hochschule Darmstadt, Fachbereich Soziale Arbeit
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Spiegelbild - politische Bildung aus Wiesbaden e.V. und Schlachthof Wiesbaden
Bestuhlt bei freier Platz
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.