Bereits seit Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht Marcus Wiebusch Songs und Texte in verschiedenen Bandkonstellationen (hier gedanklich alles von ... But Alive über Rantanplan zu Kettcar einfügen). Von Anfang an textet er so, dass die Worte etwas von den Empfänger*innen verlangten: Keine Verklärung, keine Angepasstheit findet man je in seinen Zeilen, egal ob thematisch zwischenmenschliche, gesellschaftliche oder - immer auch - politische Inhalte verhandelt werden, einen Wiebusch-Text erkennt man bereits am Klang der geschriebenen Zeile.
Während er als Sänger und Gitarrist der Hamburger Band Kettcar seit 2001 auf inzwischen sechs Studioalben und unzählige Konzerte im deutschsprachigen Raum zurückblickt, finden sich in seinem Katalog noch unzählige weitere bemerkenswerte Stücke, die seit Jahrzehnten nicht mehr, in manchen Fällen sogar noch nie, ihren Weg auf eine Bühne gefunden haben.
Nun spielt Wiebusch unter dem Titel "Songs & Stories" vier seiner seltenen Solo-Konzerte, um einige davon ins Licht zu führen. Und solo meint hier nicht unterstützt von einer Backing-Band, wie beim beachtlichen 2014er Solo-Album "Konfetti", sondern wirklich ganz und gar allein auf der Bühne.
Kurz: Wir dürfen viel Unerwartetes erwarten: Über dreißig Jahre alte Songs vom "Hippiekacke"-Solo-Tape, denen teilweise auch heute eine Aktualität nicht abzusprechen ist, Stücke seiner zurecht legendär gehandelten Band …But Alive, die in nur acht Jahren ein bis heute spürbares Vermächtnis hinterlassen hat, Liebhaber-Nummern von den Kettcar-Alben, die nie den Sprung vom Studio ins Live-Set geschafft haben oder umarrangierte Songs des Solo-Albums, welches vor über zehn Jahren nur einmalig betourt wurde.
Die Konzertabende bieten außerdem Raum, um über Umstände, Entstehungsgeschichten und Erlebnisse zu sprechen - es wird megaspannend und ein deep dive in die Geschichte von Punk, Hardcore, Indie und vielem mehr.
Die Konzerte sind ausdrücklich nicht bestuhlt.