Wenn es eine Sache gibt, die Panic Shack beherrschen, dann ist es, Spaß zu haben. Die Band besteht aus Sarah Harvey (Gesang), Meg Fretwell (Gitarre/Backing Vocals), Romi Lawrence (Gitarre/Backing Vocals), Em Smith (Bass/Backing Vocals) und Nick Williams (Schlagzeug) und wurde 2018 in Cardiff gegründet, um der „Members only“-Atmosphäre der Indie- und Punkszene den Mittelfinger zu zeigen – nicht nur, weil diese von Männern dominiert ist, sondern weil sie das Musizieren bis heute fast unerreichbar erscheinen lässt oder schlimmer noch: mega langweilig ist. “Boys make it look so hard,” erläutert Em Smith: “Whenever I see someone on the floor fiddling with their pedals with a face like a slapped arse I think, you're making this look so unattainable and it’s actually so fucking easy." Mit dieser hervorragend pragmatischen DIY-Fuck You-Attitude haben sie es mit nur einer EP und ihrem letzes Jahr erschienenen selbstbetitelten Debütalbum weit gebracht. Nach einer restlos ausverkauften Deutschland-Tour kehren Panic Shack deswegen nun auch schon wieder zurück aufs Festland! Teilweise weckt ihr Sound Erinnerungen an Amyl and the Sniffers, Lambrini Girls oder Wet Leg, inklusive Stage-Choreos, wütender Gesellschaftskritik und Merch-Tangas – nicht die schlechtesten Referenzen, meinen wir. Ihre unfasslichen Liveshows deuten sowieso auf eine rosige, kajalverschmierte Zukunft.
Kurz: Wer bei den letzten Deutschland-Shows kein Ticket bekommen hat, bekommt nun zum Glück eine zweite Chance, bei Panic Shack im Pit zu schwitzen.
Panic Shack
Foto: Megan Winstone
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
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