Wir unterstützen die Initiative - hier der dazugehörige Aufruf:
Demonstration Treffpunkt: am Freitag, den 8. Mai 2026, 16.00 Uhr am Kochbrunnen / Fritz Bauer Anlage. Die Abschlusskundgebung findet mit Redebeiträgen, Informationen und Kultur am Deportationsmahnmal an der ehemaligen Schlachthoframpe in der Murnaustraße statt.
„Der 8. Mai wäre die Gelegenheit über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken; über Freiheit, Gleicheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit.“ (Esther Bejarano 1924 – 2021, Ausschwitz-Überlebende,aktive Antifaschistin und Musikerin) Aktuell steht die Menschheit, global und lokal, vor großen gesellschaftlichen Veränderungen und dies nicht im positiven Sinne. Expansionsbestrebungen der Weltmächte, eine zunehmend autoritäre, kriegerische und menschenverachtende Politik sind prägend für unsere Zeit.
Das weltweite Erstarken von autoritären und faschistischen Denkrichtungen führt wieder dazu, dass Menschenrechte und Menschenwürde in weiten Teilen von Politik, Staat und Gesellschaft mit Füßen getreten werden. Die Forderung NIE WIEDER! ist dringlicher denn je. In Deutschland könnte mit der AfD erstmals eine faschistische Partei durch Wahlen an die Regierungsmacht kommen. Diese Partei fordert offen und immer massiver Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland zu deportieren und nennt dies verharmlosend “Remigration“. Weder die Politik noch große Teile der Bevölkerung treten dieser Partei offensiv entgegen. Es herrscht vielmehr eine Widersprüchlichkeit zwischen gefühlter Empörung und realem Engagement.
Wird es 2026 zu einem AfD-Verbotsantrag kommen oder werden sich die politisch Verantwortlichen weigern, alle Möglichkeiten des Grundgesetzes zu nutzen, um zu verhindern, dass – wie 1933 - wieder durch Wahlen die parlamentarische Demokratie abgeschafft und durch eine Diktatur ersetzt wird? Wir begegnen der Menschenverachtung und Hetze der Faschist:innen mit einer Kultur der Erinnerung und Aufklärung. Grundlage ist dabei für uns Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10.12.1948: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Solidarität begegnen“. Wir setzen dem Hass der Faschist*innen gelebte, gesellschaftliche Solidarität entgegen.
Nie wieder Faschismus! Für aktive Erinnerung und einen breiten Widerstand!
Verbot der AfD jetzt! Für das Leben!
Wir sind ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft jenseits von Parteien und staatlichen Institutionen. Aufrufende Gruppen und Organisationen sind u. a. Bündnis gegen Rechts Wiesbaden (BgR), Arbeitskreis Umwelt (AKU) Wiesbaden, Kulturzentrum Schlachthof, OMAS GEGEN RECHTS Wiesbaden (OgR), Flüchtlingsrat Wiesbaden, ATIF Deutschland (Föderation der Arbeiter:innen aus der Türkei in Deutschland), DGB Kreisverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus (Deutscher Gewerkschaftsbund), IG Metall Mainz-Wiesbaden,VVN BdA Landesvereinigung Hessen (Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes- Bund der Antifaschist*innen), Aktives Museum Spiegelgasse (AMS),Sinti-Union Hessen e.V., Rückenwind, Ausländerbeirat Wiesbaden, Queeres Zentrum Wiesbaden e.V., Ver.di Wiesbaden (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft), GEW Wiesbaden-Rheingau (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V.
Seit 1994 kollektiv und unabhängig. Gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.